Wie soll die Wirtschaftspolitik eines freien und unabhängigen Bayerns aussehen?

Eine bedeutende Frage, der man sich stellen muß, wenn man die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit des Landes Bayern anstrebt. Geht das überhaupt in einem vielfach verbundenen und verflochtenen Wirtschaftsraum Europa? Diese Frage ist seit hunderten von Jahren beantwortet! Unser Nachbar, die Schweiz macht´s vor, wie Wirtschaft, Erfolg, Wohlstand und Demokratie funktionieren und Hand in Hand gehen.

Autonomiebestrebungen müssen unbedingt die Frage beantworten, was sie besser machen wollen, welchen Plan sie haben für dieses Land. Das Einfordern des Rechtes auf Eigenständigkeit aufgrund kultureller Gegebenheiten reicht nicht. Hier sind grundlegende Dinge festzulegen, ohne die eine vernünftige Wirtschaftspolitik nicht funktionieren kann.

Nehmen wir als abschreckendes Beispiel die aktuelle deutsche Wirtschaftspolitik. Sie ist schon deswegen ein abschreckendes Beispiel, weil es sie eigentlich gar nicht gibt. Man hat seit Beginn dieses Jahrhunderts bestenfalls eine Volkswirtschaft verwaltet – und das mehr schlecht als recht. Man lebt von der Substanz. In dieser Zeit wurden bürokratische Auflagen für Unternehmer aufgetürmt, mit neuen Meldevorschriften, Auflagen und Erschwernissen, die jedem Unternehmen, ob klein oder groß, unendlich viel Zeit und Geld kosten – von den Gebühren, Auflagen und Strafgeldern ganz abgesehen. Gewachsen ist vor allem der staatliche Verwaltungsapparat – hochbezahlt, stressfrei, ohne jegliches ökonomisches Risiko. Deutsche Wirtschaftspolitik hat immer mehr Ähnlichkeiten mit einer Art königlichem Hofstaat, der zu gern die abgepressten Steuern an die nächsthöhere Instanz nach Brüssel weiterleitet, oder weltweit für die unsinnigsten Projekte versprüht. Reformen? Fehlanzeige! Die Bürger zahlen die höchsten Steuern weltweit, Tendenz steigend. Zuletzt gekrönt von der Neueinführung einer innovativen Steuerart: die Luftsteuer. Dazu ein Steuersystem, das zu den kompliziertesten der Welt gehört. In keiner Literatur-Kategorie gibt es mehr Bücher wie zum deutschen Steuersystem.

Zur augenfälligen und immer deutlicheren Misswirtschaft gesellen sich strukturelle Verwerfungen. Ein Land, das nicht in der Techno/IT-Oberliga mitspielen will (von Pharma-, Elektronik-, Robotik-, Kommunikationstechnologie, etc.), weil zig andere Projekte viel wichtiger erscheinen (Klima, FFF, BLM, Umbau/Abschaffung von Energiewirtschaft und Automobilindustrie, Einwanderung, etc.), Schul- und Bildungspolitik sträflich vernachlässigt, verliert über kurz oder lang den Status einer führenden Wirtschaftsnation. Damit verbunden sind tiefgreifende Wohlstandsverluste, ein auseinanderbrechendes Sozial- und ein verrottendes Gesellschaftssystem.

Hinzu kommt ein neuer Faktor, den es in dieser Form noch nie gab: Geld, das nichts kostet. Da werden die feuchtesten Ideologen-Träume wahr!

Vom bedingungslosen Grundeinkommen bis zu den höchsten Schuldentürmen ist jetzt alles möglich. Damit werden aktuell auch konjunkturelle Abgründe überbrückt, Arbeitslosigkeit versteckt und Unternehmenszusammenbrüche verschoben.

Die Sache hat nur leider einen Hacken: Gelddrucken als Lösung von Problemen hat in der Wirtschaftsgeschichte noch nie funktioniert.

Wie Sie sich unsere Bürger in Bayern darauf vorbereiten sollten, ist einem anderen Beitrag vorbehalten. Nur soviel: bereiten Sie sich auf maximales Chaos vor!

Damit ist sind erste Grundbedingung/Anforderungen an eine gut funktionierende Wirtschaft klar umrissen:

  • Ein einfaches, transparentes Steuersystem, mit möglichst niedrigen Steuersätzen und
  • ein Geldsystem, das unabhängig von politischen Einflüssen und ausschließlich der Geldwertstabilität verpflichtet ist.
  • Ein Verwaltungsapparat/eine Staatsquote, die ein kritische Größe nicht überschreiten darf.
  • Bayerische Steuergelder bleiben in Bayern – weder Bund noch Europa noch sonst irgendeine Organisation hat Anspruch auf Gelder aus Bayern.

Wirtschaftspolitik, wie wir sie uns vorstellen hat vor allen Dingen diese Maßgaben/Handlungsanleitungen, in denen sie sich zu bewegen hat:

  1. Soviel Freiheit wie möglich
  2. Soviel Einschränkungen wie nötig
  3. Oberstes Ziel ist es, das Wohl der Bürger Bayerns zu sichern und zu mehren; kluge Wirtschaftspolitik muss den Wünschen und Interessen der Bürger dienen.
  4. Verbot monopolistischer Marktstrukturen auf allen Wirtschafts- und Gesellschaftsebenen
  5. Investitionen / Unternehmensgründungen von Ausländern in Bayern sind nur in Kooperation mit einem bayerischen Partner möglich; ein Verkauf / Übernahme eines bayerischen Unternehmens, das in Zukunftstechnologien tätig ist, ist nur eingeschränkt möglich.
  6. Pflege und Förderung einer fortschrittlichen Unternehmensgründerkultur

Mit diesen wenigen Leitsätzen läßt sich zielgerichtete Wirtschaftspolitik realisieren, die das Wohl der Bürger nie aus dem Auge verliert.

„Laptop und Lederhosen“ einst von FJS geprägter Spruch, ist heute nur noch eingeschränkt gültig. Viel zu dynamisch verlief der technologische Aufschwung der letzten Jahrzehnte. Von den Chancen, die sich daraus ergeben haben, hat Deutschland erschreckend wenig genutzt. Wir stellen weder Handys noch Laptops, noch Computer her; geblieben ist uns nur die Lederhose. Eigentlich eine Schande.

Ein Neustart in Bayern ist dringender denn je. Unsere Devise: Lederhosen und wirtschaftlicher Fortschritt! Umschauen, Aufholen, Schwerpunkte setzen – das wären heute die wichtigsten Punkte, die heute anzupacken wären.

Wir appellieren an unsere Leser: aufwachen und mitmachen!

Freiheit ist ein viel zu kostbares Gut, um es einer Politiker-Clique zu überlassen, die weder Wirtschaft versteht, noch auf Wünsche und Anliegen ihrer Bürger Rücksicht nimmt und immer offensichtlicher einen Gesellschaftsumbau vorantreibt, dessen Ziele mit Freiheit und Demokratie nichts mehr zu tun haben.

 

Quellen:

Text G. Eser – Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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