Fühlen sie sich auf oft hilf- und machtlos wenn sie die Zeitungen lesen, in der Stadt einkaufen sind oder wieder einmal von einer Messerstecherei mit „Männern“ hören?

Fühlen sie sich auch ohnmächtig, wenn sie hören und sehen wie sich unsere Politiker die Diäten erhöhen, aber seit Monaten nicht in der Lage sind eine Regierung zu bilden und daher eigentlich arbeitslos sind?

Schäden die dem Land tagtäglich absichtlich oder unabsichtlich zugefügt werden lassen sich nur noch mit einer großen Frustrationstoleranz oder Ignoranz ertragen. Der point of no return wurde längst überschritten. Wir werden in ein kollektives Bewusstseinskoma geführt und mit Versprechungen und einer nie dagewesenen Beschwichtigungspolitik verdummt. Medien die nicht den Blockparteien nahestehen oder im vorauseilenden Gehorsam die Mama-Merkel-Politik mittragen oder kritische Kommentare werden über ein nicht verfassungsgemäßes Gesetz drangsaliert und kontrolliert.

Wie geht man mit Informationen um, die man nicht ertragen kann, aber angesichts eines politischen und gesellschaftlichen Klimas im Land ertragen muss?

Wie geht man damit um, dass der Antisemitismus wieder zunimmt, die Kontrolle von Medien und kritischen Journalisten sogar vom Bundestag beschlossen wird?

Wie geht man damit um, dass unsere Kultur und unser Zusammenleben staatlich gefördert verändern wird?

Wie geht man damit um, dass wir alle immer mehr Arbeiten, immer weniger verdienen und immer mehr Kosten für Merkel-Migranten tragen müssen?

Mit der historischen Verantwortung scheint das so eine Sache zu sein. Sie wird von unseren Politikern vielbeschworen – aber gelernt scheinen sie daraus nicht zu haben.

Die offenen Landesgrenzen haben längst für Grenzen im Inneren gesorgt. Wir sind, so die Politiker, nicht in der Lage unsere Ausgrenzen zu schützen. Aber wir sind jetzt in der Lage zigtausende von Menschen bei Großveranstaltungen zu kontrollieren und auf den Betonpollern vor den Weihnachtsmärkten fehlt mir der Aufdruck „Refugees welcome“.

Wir Menschen gewöhnen uns an den alltäglichen Terror im Kleinen genau wie an den großen. Wir dürfen aber nicht resignieren. Wir dürfen uns nicht an die hohen Kosten gewöhnen. Wir dürfen es nicht als selbstverständlich ansehen, wenn einerseits Milliarden verschwendet werden und wir angemahnt werden weil wir einen Strafzettel nicht pünktlich bezahlt haben. Wir dürfen die Einschränkung unserer Freiheit nicht einfach hinnehmen nur weil uns ständig vorgebetet wird, es sei für unsere Sicherheit notwendig.

Wir dürfen es nicht akzeptieren, wenn eine arme Rentnerin wegen eines 70-Euro-Diebstahls ins Gefängnis muss, während kein einziger der Täter aus der Kölner Silvesternacht im Knast gelandet ist.

Es ist nicht gerecht wenn ein 25-jähriger Mörder als 17-jähriger Hussein K. 400 Euro Taschengeld pro Monat von seiner Pflegefamilie erhielt, die wiederum 2.800 Euro Monat für seine Versorgung überwiesen bekam und andererseits tausende Menschen sich keine Wohnung mehr leisten können.

Es ist nicht tolerant sondern irre, wenn afrikanische Dealer in Berlin eine eigene Ausstellung im Museum bekommen, um auf die „Widrigkeiten“ ihres Alltags aufmerksam zu machen und anderseits Parks in Berlin von Drogendealer beherrscht werden.

Anabel Schunke schreibt Heimat mag nicht allein durch mehr Kopftücher im Straßenbild verloren gehen, sehr wohl aber mit der Aufhebung jener von der Gesellschaft gelebten Werte, die Teil der eigenen Identität sind. Ein Land, das Antisemitismus duldet beziehungsweise ignoriert, weil er nicht von Rechtsradikalen, sondern von Muslimen ausgeht, ein Land, das eine arme Rentnerin härter bestraft als den Drogendealer oder Grabscher, ein Land, dass nur noch die Diskriminierung einer Kopftuchträgerin sieht, aber nicht die Diskriminierung, die ich als westliche Frau durch das Kopftuch erfahre, ein Land, dass die vermeintlich reaktionäre AfD bekämpft, aber nicht den reaktionären Islam. Dass mein Recht auf Meinungsfreiheit, auf Religionskritik und kulturelle Identität einschränkt, während es das Recht auf kulturelle und religiöse Identität des anderen selbst zum Preis des Verlusts der eigenen Freiheit nicht anzuzweifeln vermag, ist nicht mehr mein Land.

Und das einzige, was mich noch hier hält, ist das Wissen, dass ein wachsender Teil der Bevölkerung und das, was dieses Land nach Außen darstellt, ebenso nicht mehr ein und dasselbe sind. Dass auch dieser Teil sich nicht mehr mit diesem Deutschland identifiziert und dass da folglich noch ein anderes Deutschland existiert. Eines, das noch Heimat ist, uns nicht nur ausharren lässt, sondern auch emotional verpflichtet. Für das wir immer noch im Rahmen unserer Möglichkeiten kämpfen. Mit jeder öffentlichen Kritik. Mit jedem Moment, in dem wir den Mund aufmachen, wo es so viel einfacher wäre, zu schweigen.“

Liebe Anabel Schunke, es gibt sie noch – die Menschen die nicht schweigen. Ja, es gibt sie noch, die Menschen und Parteien die nicht so machtgierig sind, dass sie den gesunden Menschenverstand an der Pforte des Landtags abgeben. Die Bayernpartei ist ein gutes Beispiel dafür und daher ist Hopfen und Malz vielleicht doch noch nicht ganz verloren.

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